Schulinsel

Schulinsel Konzept

Die «Schulinsel» bietet primär eine Auffangstruktur für Kinder mit besonderen Bedürfnissen.

Kinder vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse kommen auf die Schulinsel

  • wenn sie dem Unterricht vorübergehend nicht mehr folgen können und Ruhe brauchen
  • für DaZ-Unterricht und Begabungsförderung
  • zur Schlichtung von Streitereien
  • um nach Krankheiten verpassten Unterrichtsstoff nachzuholen
  • in seltenen Fällen stunden- oder tageweise für eine schulinterne Auszeit (anstelle eines Timeouts zuhause)
  • als Unterstützung der Schulischen Heilpädagoginnen und -pädagogen, falls diese ressourcenbedingt weniger als notwendig in den Klassen anwesend sein können.

Kinder dürfen auch von sich aus auf die Schulinsel kommen, wenn sie Ruhe oder Unterstützung brauchen. Wenn Kinder die Schulinsel mehr als zweimal pro Woche besuchen, was ausser für DaZ oder für die Begabungsförderung unüblich ist, informieren wir die Eltern darüber.

Die Schulinsel dient ausserdem als Anlaufstelle, falls die Schulsozialarbeit ressourcenbedingt abwesend ist. Die Kinder werden entweder zur Schulinsel begleitet oder kommen alleine. Die Lehrpersonen schildern vor Ort oder per Schulinsel-Handy, in welcher Form sie sich Unterstützung wünschen.

Die Schulinsel-Evaluation im Juli 2021 hat gezeigt, dass besonders die Lehrpersonen unsere Schulinsel als spürbare Entlastung erleben, welche einerseits zu mehr Ruhe im Unterricht beiträgt und es ihnen andererseits ermöglicht, den Fokus wieder auf alle Kinder der Klasse zu richten. Die Kinder nehmen die Schulinsel weder als Ferienlager noch als Gefängnis wahr, sondern als ruhigen Ort, an dem einem geholfen wird. Auch bei den Eltern stösst die Schulinsel auf grosse Akzeptanz, da ihre Kinder bei Schwierigkeiten Unterstützung vor Ort erhalten und einschneidendere Massnahmen, oft verbunden mit schwierigen Gesprächen, vermieden werden können.